Thursday, January 5, 2017

The Heart Sutra 心经




I’ve just looked at older texts. As I once had sent the Heart Sutra in just three tweets into the world, I’d like to share it with you. For the translation I relied on other translations as my proficiency in old Chinese Buddhist texts isn’t very high.
If you look closer at the macro cosmos of galaxies and the micro cosmos of atoms, you might appreciate a vast emptiness.

Here are the three tweets:

般若波罗蜜多经观自在菩 萨,行深般若波罗蜜多时,照见五蕴皆空,度一切苦厄。舍利子,色不异空,空不异色,色即是空,空即是色。 受想行识,亦复如是。舍利子,是诸法空相,不生不灭,不垢不净,不增不减,是故空中无色,无受想行识,#zen #buddhism #heart_sutra

无耳鼻舌身意,无色声 味触法,无眼界,乃至无意识界,无无明,亦无无明尽,乃至无老死,亦无老死尽。无苦集灭道,无智亦无得,以无所得故。菩提萨埵,依般若波罗蜜多故,心无挂碍。无挂碍故,无有恐怖,远离颠倒梦想,究竟涅盘。#zen #buddhism #heart_sutra

三世诸佛,依般若波罗蜜多故,得阿耨多罗三藐三菩提。故知般若波罗蜜多,是大神咒,是大明咒,是无上咒,是无等等咒。能除一切苦,真实不虚。故说般若波罗蜜多咒。即说咒曰:揭谛揭谛,波罗揭谛,波罗僧揭谛,菩提萨婆诃。#zen #buddhism #heart_sutra

When the Bodhisattva Avalokiteshvara (观自在菩萨) was practicing the profound prajnaparamita, he illuminated the five skandhas and saw that they are all empty, and he crossed over all suffering and affliction. 
Form does not differ from emptiness; and emptiness is not different from form. Form itself is emptiness; emptiness itself is form. So, too, are feeling, cognition, formation, and discrimination.
The dharmas are empty. They are neither created nor destroyed, neither defiled nor pure, and they neither increase nor diminish.
There are no eyes, ears, nose, tongue, body, or mind. There are no sights, sounds, scents, tastes, feelings, or dharmas. There is no field of vision and there is no field of thoughts.
There is no ignorance nor elimination of ignorance, up to and including no old age and death or the ending of old age and death.
Because nothing is attained, the Bodhisattva relies on prajnaparamita and his mind has therefore no obstructions. Since there are no obstructions, he is not afraid and he leaves backward dream-thinking behind. So his final result is nirvana.
The Buddhas of the three periods of time attain Anuttara-samyaksambodhi (阿耨多罗三藐三菩提), because they rely on prajnaparamita. Therefore, know that prajnaparamita is a great spiritual mantra, a great bright mantra, a supreme mantra, an unequalled mantra. It can remove all suffering. It is genuine and not false. That is why the  prajnaparamita mantra was spoken. Recite it like this: 
jiē dì jiē dì,bō luó jiē dì, bō luó sēng jiē dì,pú tí sà pó hē
or:
Gate gate paragate parasamgate bodhi svaha

Links:

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Agilon wird als Rheumamittel angepriesen


Ich stolperte über den Namen Agilon, denn ich assoziierte etwas ganz anderes mit diesem Begriff, nämlich die Agilon invers, eine Schultergelenksprothese. Aber um Probleme der Namensrechte geht es hier nicht. 

Agilon wird als natürliches Rheumamittel angepriesen, das Teufelskralle und Grünlippmuschel enthält. „Die Teufelskralle bekämpft die Entzündung, lindert den Schmerz und hemmt den Eiweißabbau in der Matrix des Gelenkknorpels“, lese ich in der Beschreibung des Nahrungsergänzungsmittels. Stimmt das wirklich? „Agilon ist ein rein biologisch-natürliches Naturheilmittelpräparat.“ Natürlich – ein natürliches Naturheilmittel. Warum nicht gleich biologisch-natürliches Naturheilbiopräparat? Und die Grünlippmuschel, gemeint ist ein Extrakt, soll der Austrocknung des Gelenks entgegenwirken. Es gibt natürlich keine Studien, die so etwas belegen.   

Teufelskralle  
Zur Teufelskralle (Harpagophytum procumbens) gibt es Studien, die aber ein schlechtes Design aufweisen und z.B. gegen Medikamente geprüft wurden, die bereits aus dem Handel sind (1). Die Autoren dieser Metaanalyse weisen darauf hin, dass die Studien nicht sehr aussagekräftig sind und besser geplante Studien notwendig sind („Additional well-designed large trials are needed to test these herbal medicines against standard treatments. In general, the completeness of reporting in these trials was poor.” Eine andere Metaanalyse ging der Frage von Nebenwirkungen nach und fand hauptsächlich Magenbeschwerden (2). Die Autoren sehen keinen Nutzen, aber können einen möglichen Schaden nachweisen. Deshalb kommen sie zu dem Schluss: Es [Harpagophytum procumbens] wird am besten vermieden („It is best avoided.“). 

Der Werbetext von Agilon sagt: „Agilon zeichnet sich durch seine besonders gute Verträglichkeit aus und kann nebenwirkungsfrei, unbesorgt über einen langen Zeitraum eingenommen werden und …“. Ich lese da „nebenwirkungsfrei“. Was denken Sie? Hat das Nahrungsergänzungsmittel keine Nebenwirkungen? Das steht geschickter Weise nicht da. Gemeint ist: wenn Sie keine Nebenwirkungen haben, können Sie es lange einnehmen. Gemein, nicht wahr?   

Eine Studie beschäftigt sich mit Wirkung einzelner Fraktionen eines Extraktes aus Teufelskralle u.a. auf die Cyclooxygenase 1 und 2 (COX-1 und COX-2). Die Cyclooxygenase wird von Nicht-Steroidalen Antirheumatika (NSAR) geblockt; NSAR sind z.B. Aspirin, Ibuprofen, Diclofenac. Die Autoren fassen zusammen: „Our results demonstrated that the harpagoside fraction is the main responsible for the effect of devils claw on these enzyme activities. However, other components from devil's claw crude extract could antagonize or increase the synthesis of inflammatory mediators.” Das heißt aber, dass Stoffe in der Teufelskralle die Entzündung fördern können.   

Grünlippmuschelextrakt  
Über Grünlippmuschelextrakt habe ich schon mehrfach berichtet (5). Grünlippmuscheln werden in großen Aquakulturen gezüchtet und auch exportiert. Sie werden in Neuseeland verzehrt, wie man bei uns Miesmuscheln ißt. Nach Wikipedia werden jährlich 60.000 Tonnen geerntet (ehrlich, ich scheue dieses Wort). Etwa 10% werden zu Nahrungsergänzungsmitteln verarbeitet. Wie sieht es mit Studien aus? Es sind Studien zu Extrakten aus der Grünlippmuschel publiziert worden. Eine Metaanalyse (6) führte aber aus: „No RCTs comparing GLM to conventional treatment were identified.“ Und: „All four studies assessed GLM as an adjunctive treatment to conventional medication for a clinically relevant time in mild to moderate OA.” Also nicht überzeugend. An dieser Studienlage hat sich auch nichts geändert.   

Agilon 
Zurück zu Agilon. Die Verzehrsempfehlung lautet: „3 mal 3 Tabletten pro Tag vor den Mahlzeiten mit einem großen Glas Wasser.“ Das sind 9 Tabletten pro Tag, also 90 in 10 Tagen. Das entspricht bei 38,90 € für 90 Tabletten schlappen 118,21 € im Monat. Wenn Sie 270 Tabletten auf einmal kaufen, dann reduziert sich das auf 107,80 € im Jahr. Wenn man mir ein Nahrungsergänzungsmittel mit äußerst fraglichem Nutzen und möglichen Nebenwirkungen zu einem solchen anbieten würde, da hätte ich nur eine Antwort: „Nein, danke!“   

Links: 
(1) https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/25536022 
(2) https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/24600731 
(3) https://www.biofitt.com/produkte/Bewegungsapparat/Schmerzen-Bewegungsapparat/Agilon-Arthritis-Reuma-Arthrose.html?gclid=CKTT9N_Lp9ACFRMUGwodJDkISQ 
(4) https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20812280 
(5) http://rheumatologe.blogspot.de/2015/08/pernadol.html 
(6) http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/18222988
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Wednesday, January 4, 2017

Der NDR Ratgeber Gesundheit zu „Rheuma mit guten Fetten und Smoothies lindern“




Die Sendung „„Rheuma mit guten Fetten und Smoothies lindern“ habe ich gerade erst entdeckt. Am 18.07.2016 um 21:00 Uhr lief die Sendung, die aber noch im Internet einsehbar ist: „Xenia B. hat Rheuma. Schmerzen und Tabletten-Nebenwirkungen beeinträchtigen die junge Frau stark im Alltag. Die Ernährungs-Docs setzen auf wirksame entzündungshemmende Zutaten.“

Viel Licht und viel Schatten. Selbstverständlich ist eine sinnvolle Ernährung erstrebenswert und die Smoothies können einen Beitrag leisten. Auch ich empfehle, Ernährung bei entzündlich-rheumatischen Erkrankungen einzusetzen. Also hätte ich es der Protagonistin Xenia B. ebenfalls getan. Aber der Teufel steckt im Detail. Was sucht die Avocado im Smoothie? Die Stimme im Off erklärt uns: „Avocado sollte auch dabei sein. Sie enthält ungesättigte Fettsäuren, die die Entzündung bekämpfen.“ Vielleicht auch das, aber vielmehr: „Kaltgepresste Pflanzenöle (Distelöl, Sonnenblumenöl), Avocados, Nüsse, Samen und Freilandeier sind hervorragende Lieferanten von Omega-6 Fetten.“ – soweit „Alles roh“ zu Avocados. Und diese Omega-6-Fettsäuren (Linolsäure in unserem Fall) sind Vorläufer der Arachidonsäure, die dann in die Entzündung aktivierenden Prostaglandine umgewandelt wird.

Aus therapeutischer Sicht ist das Auspressen einer Zitrone Rheumatikern nicht zu empfehlen. Dafür sollten Hilfsmittel eingesetzt werden, wie sie eigentlich in jedem Haushalt vorhanden sind (Zitrussaftpresse) und nicht dem Seewolf Wolf Larsen nachgeeifert werden. Als Regie-Hinweis: wenn jemand Probleme mit der Handkraft hat, dann sollte das Bild nicht das Gegenteil aussagen.

Und dann kommt Herr Kollege Aries, um Werbung für den Rheumascan zu machen. Auf der Seite von Xiralite (Rheumascan) lesen wir: „Die Untersuchungskosten werden in der Regel leider nicht erstattet.“ Und zwar bei gesetzlich Versicherten. Bei den privaten Krankenkassen ist das anders. Das heißt, der Patient wird unter Umständen kräftig zur Kasse gebeten. Die Methode ist in den aktuell gebräuchlichen Leitlinien nicht als Instrument für die Diagnose oder die Verlaufsbeobachtung gelistet. Die Methode ist also nicht Standard, kann aber von Ärzten eingesetzt werden. Ich formuliere es einmal so: wenn ein Rheumatologe meiner Mutter das Verfahren empfehlen würde, würde ich ihr raten: „Mutti, such‘  Dir einen anderen Rheumatologen.“

Unklar ist, wie lange die Entwicklung des DAS28 von 6,9 auf 2,3, also die nachweisbare Reduktion der Krankheitsaktivität gedauert hat. Unklar ist auch, warum der jungen Dame nicht früher geraten wurde, die Kortisondosis (15 mg Prednisolon) abzusenken. 15 mg Methotrexat wöchentlich und 15 mg Prednisolon täglich schaffen es auch ohne Smoothies, den DAS28 von 6,9 auf 2,3 zu senken.

Zusammenfassend ist wieder einmal eine Chance verpasst worden, für sinnvolle Ernährung bei entzündlich-rheumatischen Erkrankungen Werbung zu machen. Dazu gehört auch eine realistische Einschätzung, was eine Maßnahme bewirken kann und wann sie überfordert ist. Der Schlusssatz stimmt mich allerdings versöhnlich.

Links:
NDR:
Rheumascan:
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ZauderWelsch (8)




Der durchFeuchtete Knebel der Geschichte, wann wird er herausgezogen?

Stolz im Elysium, der als erster ein A ritzte.

Die Nacht wirft Blasen an der OberFläche.

Wir Barbaren durchZiehen die Landschaft mit HochspannungsLeitungen, WindRädern und AutoBahnen.

Musik, die man auch sehen und riechen kann?

Ein heutiger Prophet hat keinen Bart, damit man nicht bei seinem Barte schwören kann.

Aufgezeichnete FernsehShows, diese ParallelWelt, in die Telenauten reisen.

Nie habe ich sie gefunden, die KortisonPumpe, und doch sagt man: „... und dann haben sie mich mit Kortison vollgepumpt“.

Wir werden zu Menschen aus Glas, nur das Blut wird undurchDringbar bleiben.

Om manitu padme hum.

Wann beginnt noch mal die TreibJagd auf die Jäger?

Wieder Zeit für „... und auf den Fluren lass die Winde los“.

Was zweifellos gesagt werden muss, wenn es einen blindlings hinschlägt.

Die Oblate beim AbendMahl mit KnochenMehl, der Wein mit Blut gemischt.

Wie lange noch identifiziert man Dich an Name, Land, Ortschaft, Straße, HausNummer? Wann sind wir alle Nummern?

Kristalle, nicht Haeckel oder Bölsche, sondern Trakl als Maß nehmen. Oder Stifter.

Man liegt im Leben immer hart daneben.

Der süßliche Geruch von feuchtem Laub, die Dekadenz des Vergehens.

Bekenne dir selbst - nicht von Thales von Milet.

Die Ära mit den BlockFlöten unterm WeihnachtsBaum ist nun auch vorbei.

"die Verwüstung der Sinne im" vertwitterten "Kopf".

Silben, Silber, Silhouetten - chaotisch assonierend, verendend.

Wieder die Zeit, in der so manche junge Dame scharwenzelt.

In manchen Wintern gestattete man dem Scheitan Ausgang.

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