Tuesday, August 16, 2016

Haiku for Mid-Summer




Bamboo is swaying
Water runs white after rain
Harvest is quite near

Boundaries
Always shifting
Like the seasons

Crescent moon
Ready to sickle
Ripe barley


After work 
  Where do you go to
Big scarecrow

Red clouds of wrath
River flushes away night
A sad goat willow

NachtGemalter Wald
MorgenHimmel in Pastell
Tiri tirili


An airplane
Flying low, roaring
But the cricket chirps louder

 .

Monday, August 15, 2016

Ingwer als natürliches Hausmittel gegen Gichtanfälle und Schmerzen




Ich habe in der letzten Zeit im Internet über alternative Maßnahmen bei Gicht recherchiert und will hier die Spreu vom Weizen trennen, denn einige Maßnahmen sind sinnvoll, andere überflüssig und manche schädlich.

Die Hausmittelhexe preist Ingwer als natürliches Hausmittel gegen Gichtanfälle und Schmerzen an. „Ingwer besitzt starke entzündungshemmende Eigenschaften und wirkt zuverlässig gegen Schmerzen und Entzündungen bei Gicht.“
Schauen wir einmal nach, was es für einen wissenschaft-lichen Hintergrund gibt, denn die Ayurveda Medizin Indiens setzt Ingwer gegen viele Erkrankungen ein.

Eine Studie an Mäusen (aus Indien) wurde 2011 in der Zeitschrift „Annals of Biological Research“ veröffentlicht. Die Zeitschrift wird allerdings nicht in der Kongress-bibliothek gelistet. Samuel Joshua Pragasam und Kollegen veröffentlichten: „6-Gingerol, an active ingredient of ginger suppresses monosodium ureate crystal-induced inflammation: An in vivo and in vitro evaluation“. 6-Gingerol ist einer der aktiven Inhaltsstoffe von Ingwer. Es war mit 25 mg/kg KG in diesem Mausmodell so effektiv wie 3 mg Indomethacin /kg KG.

Eine Studie an Ratten (auch aus Indien) wurde von V. Murunikkara und Kollegen im Jahr 2014 veröffentlicht: „Trikatu, a herbal compound that suppresses monosodium urate crystal-induced inflammation in rats, an experimental model for acute gouty arthritis.“ Trikatu ist allerdings eine Gewürzmischung aus schwarzem Pfeffer, langem Pfeffer (Pippali) und Ingwer, d.h. es ist von zusätzlichen Stoffen auszugehen, die auch wirksam sein könnten. Trikatu wurde mit 1000 mg/kg KG eingesetzt. Es gab keine Kontrollgruppe. Man fand einen anti-entzündlichen Effekt.

E.P. Sabina und Kollegen veröffentlichten 2010 eine Studie zu 6-Shogaol: „6-Shogaol inhibits monosodium urate crystal-induced inflammation--an in vivo and in vitro study.“ Shogaol und Gingerol sind miteinander verwandte Stoffe, wobei die Shogaole Abbauprodukte von Gingerol sind. 6-Shogaol führt zu einer Normalisierung der Entzündungs-marker, die in der Kontrollgruppe ausblieb.

Fassen wir zusammen: es gibt Studien, die eine Wirksamkeit von Ingwer andeuten. Aber alle Studien sind bislang nur an Nagetieren durchgeführt worden. Zum Ingwer sollte man sich einmal um eine Studie an Menschen bemühen.

Die Hausmittelhexe empfiehlt eine Mischung aus gemahlenen Bockshornkleesamen, Kurkuma und Ingwerpulver. Es ist durchaus möglich, dass sich hier eine wirkungsvolle Mischung besteht, aber das ist nicht nachgewiesen. So ist auch die einzunehmende Menge unklar. Und ob Nagetiere und Menschen die gleiche Menge an Ingwer vertragen, müsste auch noch geklärt werden.
Für Ingwer bestehen also Hinweise auf eine Wirksamkeit, aber der Nachweis der Wirksamkeit am Menschen steht aus; deswegen stimmt das "wirkt zuverlässig gegen Schmerzen und Entzündungen bei Gicht“ auch nicht. Wer sein eigenes Versuchskaninchen sein möchte, der kann Ingwer probieren. Es gibt aber Medikamente, die nachgewiesen wirksam sind.

Link:
Ingwer als natürliches Hausmittel gegen Gichtanfälle und Schmerzen
Zu Shogaolen und Gingerolen - https://de.wikipedia.org/wiki/Gingerol
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Analyse alternativer Gicht-Tipps / 17 Hausmittel gegen Gicht



Ich habe in der letzten Zeit im Internet über alternative Maßnahmen bei Gicht recherchiert und will hier die Spreu vom Weizen trennen, denn einige Massnahmen sind sinnvoll, andere überflüssig und manche schädlich.

Ich las von 17 Hausmitteln gegen Gicht. Dabei ist unklar, ob der Gichtanfall oder die erhöhte Harnsäure gemeint sind. Dessen ungeachtet gehe ich sie einmal durch.

1. Trinken, aber keinen Alkohol - ja!

2. Spargel vermeiden - nein! Die pflanzlichen Purine schlagen nicht so zu Buche wie die tierischen. Jedenfalls muss man nicht auf Spargel verzichten, wie man z.B. auf Sardinen oder Sprotten verzichten sollte.

3. Verzicht auf Innereien und Schwein - ja! Aber auch auf auf weitere tierische Purinquellen achten, wie z.B. Räucherfisch oder Krebstiere.

4. Mit „Bier und Weisswein" vorsichtig sein - Ja! Wahrscheinlich wird unter 1.) der Aufstellung der Hausmittel etwas anderes unter Alkohol verstanden. Bier und Weisswein gehören auch zu den alkoholischen Getränken. Ich nehme an, Alkohol steht für harte Getränke wie Wodka. Auf Bier sollte man ganz verzichten, denn neben Alkohol enthält es auch Purine. Das Glas Weisswein ist noch am ehesten möglich.

5. "Ihr ph-Wert im Blut sollte bei 7,4 liegen." - hier ist etwas grundlegend missverstanden worden. Bei Harnsäuresteinen soll der Urin-pH über 7,4 liegen, damit diese aufgelöst und abtransportiert werden. Der pH-Wert des Blutes wird akut über die Atmung reguliert - das ist viel effektiver als es mit Ernährungsmaßnahmen möglich wäre. Den Blut-pH können Sie auch nur über eine Blutgasanalyse überprüfen. Eine sogenannte Basenkost ist allerdings günstig, denn sie ist ärmer an Purinen als die Durchschnittskost. Unter Umständen stammt der pH-Wert in diesem Tipp über das Löslichkeitsprodukt, denn im Plasma fällt Harnsäure bei 37° C und einem pH-Wert von 7,4 bei 6,4 mg/dl aus, d.h. dann bilden sich schon Kristalle. Schauen Sie einmal auf die sogenannten Normwerte der Harnsäure auf Ihrem Laborblatt. Die obere Grenze ist viel zu hoch!

6. "Lutschen Sie einmal am Tag eine Zitrone aus." - Der Autor geht davon aus, dass Sie dadurch den Körper basisch machen und das wäre gut gegen Gicht. Das Auslutschen einer Zitrone zerstört eher den Zahnschmelz. Trinken Sie lieber den Saft der Zitrone. Vitamin C fördert die Ausscheidung von Harnsäure.

7. Es werden verdünnter Apfelsaft und Orangensaft empfohlen. Die Säfte sind reich an Fruchtzucker, der die Harnsäure erhöht. Ich wäre eher vorsichtig.

8. "Bananen und Aprikosen sind ebenfalls gut zum entsäuern des Blutes." Mehr Gemüse als Früchte wäre sinnvoller. Prinzipiell kann man Bananen und Aprikosen aber auch bei Gicht essen.

9. "Trinken Sie drei Wochen jeden Tag drei Tassen Brennesseltee." Wenn es Ihnen schmeckt, gerne.

10. Es wird zweimal wöchentlich die Sauna empfohlen. - Beim Gichtanfall dürfte das ziemlich schmerzhaft sein. Aber sonst ist nichts dagegen einzuwenden. Die Harnsäure werden Sie allerdings dadurch nicht los.

11. "Machen Sie unter ärztlicher Kontrolle eine Heilfastenkur." Das sollten sie nicht tun, denn Fasten erhöht den Harnsäurespiegel.

12. "Im frühen Stadium der Gicht, wenn die Gelenke noch nicht entzündet sind, hilft Wärme." Wenn die Gelenke noch nicht entzündet sind, nennt man es nicht Gicht. Gicht nennt man die Erkrankung mit dem ersten Gichtanfall. Wärme hilft z.B. bei Arthrose. Bei entzündeten Gelenken schadet sie eher.

13. Warme Heublumensäckchen und Heublumenbäder - Nein, jedenfalls nicht bei entzündeten Gelenken.

14. Holunderblüten in Weinessig. Bei Gichtanfällen einzunehmen. - Wäre mir zu unsicher bei einem Gichtanfall. Gichtanfälle sind so fürchterlich schmerzhaft, dass man die Verweigerung von effektiven Arzneien als unmenschlich bezeichnen muss. Muttersaft aus Holunderbeeren ist reich an Anthozyanen und kann damit entzündungshemmend sein. Den sehe ich aber auch nicht als Therapieoption beim Gichtanfall.

15. Kalter Quarkumschlag - Ja, bitte!

16. Eine Wasserabkochung von Meerrettich, täglich ein Gläschen - unklar, was das Ziel ist. Vielleicht gibt es eine Wirkung über Senföle und Flavone auf Entzündung. So gerne ich Meerrettich esse, als Therapie eines Gichtanfalls habe ich meine Bedenken.

17. Eine Bademischung aus Pfefferminze, Rosmarin und Lavendelblüten. - unklar, ob es ein heißes oder ein kaltes Wannenbad sein sein. Wenn es ein heißes Bad sein soll, dann siehe 13.).


Links:
17 Hausmittel gegen Gicht - http://www.gesunde-hausmittel.de/gicht

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Friday, August 12, 2016

Bioidenticals - Biosimilars - Biologics - Biomimics




In rheumatology, there are lots of new concepts to learn nowadays.

Most people already know, what biologics are. Biologics are biopharmaceutical products that have been in use for about two decades in rheumatology. These are for instance Remicade (infliximab), Enbrel (etanercept), Humira® (adalimumab), Kineret® (anakinra), Orencia® (abatacept), Mabthera® (rituximab), Actemra® (tocilizumab), Simponi® (golimumab), Cimzia® (certolizumab) Benlysta® (belimumab), Prolia® (Denusomab) Ilaris® (canakinumab), Stelara® (ustekinumab), Cosentyx® (Secukinumab).

Biosimilars are generic biologics that may be approved after patent expiry of the original drug. Biosimilars are not completely identical to the original products. Biosimilars must demonstrate bioequivalence in studies. In Germany currently we have infliximab biosimilars and a etanercept biosimilar.
Infliximab Biosimilars: Remsima®, Inflectra®, Flixabi®.
Etanercept biosimilar: Benepali®.

Biomimics are generic biologics like biosimilars, but they do not meet the requirements for bisosimilars. Another term for these biomimics is "intended copies". More here: http://rheumatologe.blogspot.de/2016/01/biomimics.html (English text). At the recent European rheumatology annual meeting (EULAR 2016 in London), I saw a poster by M. Scheinberg and colleagues under the title: "Variability of Intended Copies for etanercept in 5 Countries". They showed significant differences. These Biomimics do not have approval in Germany.

What are bioidenticals? Bioidenticals are generic biologics of the same production. So these are identical to each other. One can imagine this: a production is bottled in vials, but have different labels. Currently this applies only to infliximab in Germany. Remsima® and Inflectra® come from one production (Celltrion in South Korea).

If a biologic (in this example: Remsima®, Inflectra®, Flixabi®) is prescribed by trade name (for example Remicade), an exchange by a biosimilar (Remsima®, Inflectra®, Flixabi®) is not possible. A prescription under the generic name (in this example: infliximab) is rated as "unclear prescription", so that the pharmacist is not allowed to give out any drug. Bioidenticals are an exception; these can be exchanged according to discount agreements. Remsima® and Inflectra® could therefore be used interchangeably.

In summary, it looks more complicated than it is.

(Translation of a German text on this blog)