Thursday, August 11, 2016

Buddhisten gelten als glücklich




Wer hätte nicht gleich den Dalai Lama mit einem frohen Lachen im Gesicht vor Augen, wenn man über Buddhismus und Glück redete?

Man nimmt an, dass die heitere Gelassenheit der Buddhisten durch regelmäßige Meditation über positive Emotionen erreicht wird. Aber gibt es das nicht auch im Christentum?

In dem Kirchenlied "Wer nur den lieben Gott läßt walten" von Georg Neumarck aus dem Jahr 1657 findet sich folgende Zeile: "Man halte nur ein wenig stille / und sei doch in sich selbst vergnügt".

Meister Eckehart spricht in seiner 45. Predigt "In omnibus requiem quaesivi" von der Ruhe. Die ganze Schöpfung ist auf der Suche nach Ruhe. Zugrunde liegen der Predigt Verse des 24. Kapitels im Buch Jesus Sirach. "Bei ihnen allen suchte ich einen Ort der Ruhe, ..." (Sir 24,7) Oder: "In der Stadt [Jerusalem], die er [Gott] ebenso liebt wie mich, fand ich Ruhe, ..." (Sir 24,11)
Man kann diese Ruhe in beiden Testamenten an vielen Stellen finden, wie z.B.:
"Er antwortete: Mein Angesicht wird mitgehen und dich zur Ruhe bringen." (2.Mos 33,14)
"Besser eine Hand voll Ruhe als beide Fäuste voll Mühe und Haschen nach Wind." (Pred 4,6)
"Kommt her zu mir, alle ihr Mühseligen und Beladenen! Und ich werde euch Ruhe geben. Nehmt auf euch mein Joch, und lernt von mir! Denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig, und ihr werdet Ruhe finden für eure Seelen. (Mt 11,28.29)

Han Shan (寒山) ist bei uns im Westen durch Gary Snyder bekannt geworden. Die Zeichen bedeuten "kalter Berg". Es handelt sich um einen vagabundieren Poeten der Tang-Zeit; und so wundert es nicht, dass er Pate stand für Jack Kerouacs "The Dharma Bums". Han Shan wanderte durch die Wälder, lachte viel, meditierte in der Natur und schrieb Gedichte auf Fels und Baum. Eng verbunden war er dem Guo Qing Kloster/Tempel (国清寺). Das Kloster stammt aus dem ausgehenden 6. Jahrhundert und existiert noch. 300 Gedichte von Han Shan sind überliefert - aber die meisten chinesischen Gedichtsammlungen haben 300 Gedichte! "Ich sitze stillvergnügt zwischen den Klippen", schreibt er in einem Gedicht.

Die schlimmsten Dinge, die den heutigen Menschen passieren können, sind ein ruhiger Ort und dabei ein leerer Akku des Smartphones. Aber vielleicht braucht man nicht die sofortige Erleuchtung, sondern nur ein langsames Zulassen von Phasen der Ruhe. Und dann fällt der Stress von einem ab und man erfährt heitere Gelassenheit und ist doch in sich selbst vergnügt.

Wednesday, August 10, 2016

De Maizière will ärztliche Schweigepflicht aufweichen





Ich lese heute Morgen: „…einen neuen Maßnahmenkatalog im Kampf gegen den Terror vorstellen, berichten Bild und der Kölner Stadt-Anzeiger.“ „Demnach soll die ärztliche Schweigepflicht aufgeweicht werden. Eine Gesetzesänderung würde damit Ärzten künftig ermöglichen, die Behörden über geplante Straftaten ihrer Patienten rechtzeitig zu informieren.“ Süddeutsche Zeitung


Die ärztliche Schweigepflicht ist ein hohes Gut, das der Bundes­innenminister nicht einfach mit einem Maßnahmenkatalog verändern kann. Die ärztliche Schweigepflicht schützt die Privat-/Intimsphäre von Patienten und gilt deshalb als wesentliche Säule im Arzt-Patienten-Vertrauens­verhältnis.  Schon im Eid des Hippokrates finden wir die ärztliche Schweigepflicht verankert: „Was ich bei der Behandlung sehe oder höre oder auch außerhalb der Behandlung im Leben der Menschen, werde ich, soweit man es nicht ausplaudern darf, verschweigen und solches als ein Geheimnis betrachten.“ Ob mit „soweit man es nicht ausplaudern darf“ bereits Offenbarungsrechte und -pflichten für Brüche der ärztlichen Schweigepflicht gemeint sind, wage ich zu bezweifeln.

Wichtig scheint mir der Grundsatz: „Nicht das ärztliche Schweigen, sondern der Bruch ist rechtfertigungsbedürftig.“ Und diese Brüche sind geregelt!

Es gibt den rechtfertigenden Notstand. Nach § 34 StGB darf der Arzt das Schweigen brechen, wenn ein anderes Rechtsinteresse höherwertig ist, z.B. der Schutz der Allgemeinheit vor einem betrunkenen Autofahrer. Strafverfolgungsbehörden haben keinen höheren Anspruch auf Auskünfte. Andererseits ist aber bereits jetzt der Arzt nach § 138 StGB verpflichtet, geplante Verbrechen anzuzeigen. D.h. wenn ich jetzt einen Patienten hätte, der mir sagt: „Mein Rheuma muss ganz schnell besser werden, denn ich will mich übermorgen in der Oper in die Luft sprengen.“ Dann müsste ich das melden. Auch wenn mir die Oper nicht so liegt.

Man darf nicht außer Acht lassen, dass ein Eingriff in die ärztliche Schweigepflicht Patienten davon abhalten kann, dem Arzt alles anzuvertrauen. Oder aber der Besuch beim Arzt (bzw. auch Psychologen), der die Gefahr noch hätte abwenden können, bleibt ganz aus.


Wir werden also abwarten müssen, ob der Bundesinnen-minister wirklich etwas ändern will oder nur mit dem Säbel rasselt. Und dann müssen wir sehen, was er wie ändern will. Aber dann sollten wir uns mit allen Mitteln gegen eine Aufweichung der ärztlichen Schweigepflicht wenden.

Links:
http://www.aerzteblatt.de/pdf.asp?id=45243



17.08.2016:
Nach heftiger Kritik, wie z.B. auch hier, aber mehr noch in den Medien und von verschiedenen Standesvertretern, geht der Bundesinnenminister doch von seiner Forderung ab. Medscape berichtete darüber:

„Wenn ein Patient mit Rucksack die Praxis verlässt und ankündigt, sich jetzt im Bahnhof in die Luft zu sprengen, kann ich mir keinen Arzt vorstellen, der das für sich behält.“ Rudolf Henke

„Würde die ärztliche Schweigepflicht gelockert, könnte dies Patienten vom Arztbesuch abschrecken.“ Prof. Dr. Karl Lauterbach

De Mazière möchte nun zusammen mit der Ärzteschaft eine „einvernehmliche“ Lösung finden; „mit der Lockerung der Schweigepflicht hat das gar nichts zu tun.“ Es war wohl doch nur ein populistischer Vorstoß.

Link: 
http://deutsch.medscape.com/artikelansicht/4905186?nlid=108897_3142&src=WNL_bom_160817_MSCPEDIT_DE

 
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Tuesday, August 9, 2016

Summer Vacation





Heading south
School kids on vacation
Like the wild geese

Wild geese flying east
The battered sky turns golden
As river wakes up

Late summer’s warm wind
The old oak tree sheds acorns
Hares stir in the leaves

Summer vacation
Some go north, some south
Wild geese still stay


Moving crowds
Flooding the hot city
Then a red light

A flock of white clouds
Passing by in the blue sky
Dog opens an eye

Solidarity
Trees start talking in the breeze
No loneliness there

When I sleep
Moon watches for me
Forgot his glasses, recently

Monday, August 8, 2016

Cold Brewed Coffee




I like to drink cold coffee. Lately someone suggested that one can extract coffee into cold water and need not brew coffee with hot water. Other people tell me, that the best coffee is freshly hand filtered coffee (no automatic drip or espresso). But as I like my coffee cold, I have to wait for the coffee to cool down. And I have to defend my coffee, at least here in hospital, as people (for the most part new nurses) feel inclined to pour away cold coffee.

Cold brew coffee, however, isn’t what I have in mind. That’s a concentrate, which might be used to make hot coffee. But then, you could use instand coffee instead.
You can look at the link that I already have experimented with brewing coffee differently. I use a tea bag with two coffee spoons of coffee and put it into a mug of cold water. Even as early as two hours later I have a drinkable coffee. With the concentrate you let the coffee brew for 18-24 hours.

Some people told me that cold brewed coffee contains more caffeine, but others doubt this. Maybe cold brewing means extracting less acids and/or compounds binding caffeine, so that more caffeine is available – but that’s a hypothesis I cannot verify. Cold brewed coffee tastes less bitter, it has even a bit of sweetness.

Link: