Tuesday, August 28, 2012

Dem Tode entronnen – ein Fastarbeitsunfall


Gestern bin ich nur knapp dem Tode entronnen. Nein, das ist nun wirklich übertrieben, aber ein gebrochener Arm hätte es schon sein können.
Ich saß an meinem Arbeitsplatz und gab den Auftrag für Röntgenaufnahmen in den PC ein. Das ist der Arbeitsplatz, den man unten sehen kann. Dann stand ich auf, um in einem Raum drei Türen weiter zu kopieren. Am Kopierer hörte ich dann einen mächtigen Lärm. Wir dachten, es könnte ein Patient mit seinem Rollstuhl umgekippt sein. Aus allen Türen stürzten Menschen, die helfen wollten. Schließlich ging ich in mein Zimmer zurück. Da sah ich die Bescherung. Teile des Regals waren mit den Büchern heruntergefallen. 30 Sekunden früher wären sie mir auf den rechten Arm und den Kopf gefallen. Der Patient, ein älterer, abgeklärter Herr, war mit dem Schrecken davongekommen.
Nun könnte man sagen, da hast Du das Regal überladen, denn da standen schon eine Menge Bücher im Regal. Aber welchen Zweck erfüllt denn sonst ein Bücherregal? Oder hatte ich den Aufkleber „Bücherregal – für Bücher ungeeignet“ übersehen? Auch eine Lastbegrenzung war nicht zu erkennen. In den USA hätte ich längst auf Schmerzensgeld geklagt und ich bin sicher, man hätte mir 22 Millionen Dollar zugesprochen.


Tatort - die Bücher und die Teile vom Regal fielen genau dorthin, wo ich normalerweise sitze und die Hand an der Maus habe ...



Also die paar Bücher!
28.08.2012

Nun bin ich aus dem Urlaub zurück. Und hier ist die Dokumentation zum Stand der Reparaturarbeiten:


Ich werde weiter berichten!
05.10.2012

Friday, August 24, 2012

TNF alpha inhibitors and influenza vaccination



There’s an interesting study on the immune response to the pandemic influenza A H1N1 vaccine in patients receiving TNF alpha inhibitors for rheumatoid arthritis and spondyloarthritis.

I.L. França and colleagues at the immune response of inflammatory arthritis patients on TNF blockers and could show distinct patterns of immune response to the pandemic influenza A H1N1 vaccine for the different TNF alpha inhibitors or maybe better for different classes of. The full text is here: http://eutils.ncbi.nih.gov/pubmed?term=PMID%3A%2022908326.

The results of the study show a seroconversion rate of 58.2% for patients on TNF blockers vs 74.3% for healthy controls. The authors looked at the difference of monoclonal antibody [MAB] TNF blockers like infliximab or adalimumab and Etanercept. A seroconversion rate of 51.6% has been observed for patients on MAB TNF blockers vs 74.3% for healthy controls, which is highly significant (P = 0.005). But for for patients on etanercept there isn’t any difference “(86.7% vs 74.3%, P = 0.091)”. Patients receiving TNF blockers for spondyloarthritis had a lower rate of seroconversion and interestingly patients with rheumatoid arthritis showed no difference to healthy controls. And in further statistical analysis two factors were found to be significant for the lower seroconversion rate in spondyloarthritis patients: older age and receiving MAB TNF blockers.

To sum it up: the seroconversion rate of older spondyloarthritis patients on MAB TNF blockers is reduced, so that they might have to be vaccinated a second time.

Thursday, August 23, 2012

Fruktoseintoleranz und Fibromyalgiesyndrom


Ich lese in Fibromyalgie-Aktuell Ausgabe März 2012, dass die Fruktoseintoleranz über einen niedrigen Serotoninspiegel etwas mit dem Fibromyalgiesyndrom zu tun haben soll. Die hereditäre Fruktoseintoleranz kann nicht gemeint sein, denn die ist mit einer Inzidenz von 1:130.000 eine seltene Erkrankung (Link: http://de.wikipedia.org/wiki/Heredit%C3%A4re_Fruktoseintoleranz). Wahrscheinlich ist die intestinale Fruktoseintoleranz gemeint (Link: http://de.wikipedia.org/wiki/Intestinale_Fruktoseintoleranz) Es könnte durchaus sein, dass ein niedriger Serotoninspiel eine Rolle bei der Ausbildung depressiver Symptome spielt, aber es handelt sich um eine 2001 geäußerte Hypothese, die noch auf Bestätigung wartet. Die Idee, Fibromyalgie durch Serotonin behandeln zu können, stellte sich als Sackgasse heraus. Wenn Fruktose durch Gärung im Dickdarm für Symptome wie Schmerzen, Blähungen oder Durchfall sorgt, dann ist es sicherlich sinnvoll, diätetische Maßnahmen zu ergreifen. Diäthinweise finden sich unter: http://www.dge.de/modules.php?name=News&file=article&sid=571.




Sunday, August 19, 2012

Ocrelizumab – Zombie or Resurrected Drug?


I participated on a workshop concerning B-cell depletion and rheumatoid factor about 2 years ago. I had found out about problems with ocrelizumab prior to the meeting, in fact Roche stopped research on ocrelizumab (but only for the indication rheumatoid arthritis). I was quite surprised that none of the other specialists knew about this breaking news in rheumatology.
Afterwards I had been looking carefully into the publication of results in research of ocrelizumab.
This is what I’ve written post ACR meeting 2011: http://rheumatologe.blogspot.de/2011/12/b-cell-depletion-and-other-b-cell.html?spref=tw.
And this is what I’ve written after this year’s EULAR meeting in Berlin: http://rheumatologe.blogspot.de/2012/06/anti-cd-20-monoclonal-antibody.html.
So, summing up I thought that ocrelizumab had been buried.

And now I see the following article on ocrelizumab:

Stohl, W. and colleagues: Safety and efficacy of ocrelizumab in combination with methotrexate in MTX-naive subjects with rheumatoid arthritis: the phase III FILM trial.
Conclusions: OCR 200 mg and 500 mg with MTX in MTX-naive patients with RA were effective in inhibiting joint damage progression and improving RA signs and symptoms. OCR 500 mg with MTX was associated with an increased rate of serious infections.
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22307942   

This article means that ocrelizumab is trying to be rituximab’s successor. But is it a resurrection? Or will we see the coming of a zombie? It’s hard to decide right away. We have to look, if ocrelizumab at 200 mg is equal to rituximab, both in efficacy and adverse events.
I think we're going to have another interesting topic to discuss at the ACR 2012 meeting in Washington.



Saturday, August 18, 2012

Shangri-la in der Rheinischen Post


Die Rheinische Post hat heute (18.08.2012) in ihrer Papierausgabe einen Bericht „Yunnan – das andere China“. Das Hauptbild des Artikels ist vom See unterhalb des Klosters Ganden Songtsenling. Hierzu hatte ich schon etwas in diesen Blog gestellt: http://rheumatologe.blogspot.de/2012/07/yak-at-shangri-la.html. Der gesamte Reiseverlauf steht unter: Tibet Oktober 2009 // I published the following text on Lonely Planet's Thorntree platform: http://rheumatologe.blogspot.de/2009/12/tibet-oktober-2009.html. Und so fühlte ich mich in der Stimmung, nochmals die Bilder anzuschauen und einige hier in's Netz zu stellen.

Die Stadt Shangri-la ist wenig interessant, eine moderne chinesische Stadt im Hochland. Die Stadt hieß Zhongdian (中甸) und aus Gründen der Tourismus-Förderung wurde ihr und der Umgebung der Name Shangri-la (香格里拉) gegeben. James Hilton hatte den Ortsnamen in seinem 1933 erschienenen Roman Lost Horizon (Der verlorene Horizont) benutzt. La ist Tibetisch und bedeutet Pass und Shangri-la ist der Gebirgspass mit dem Namen Shangri; im Roman wird der Begriff dann auch für das Lama-Kloster benutzt. Das „reale“ Shangri-la liegt im Nordwesten von Yünnan, das dort an Tibet angrenzt. Yünnan ist die Heimat vieler ethnischer Minoritäten, aber die Tibeter machen dort 40% der Gesamtbevölkerung aus. Shangri-la liegt auf etwa 3300 m Höhe und ist damit gut geeignet, sich für Tibet zu Akklimatisieren; da man u.U. auch ohne bergsteigerische Ambitionen über 5000 m hoch muss (Bergpässe).



Die Klosteranlage von Songtsenling



Die Klosteranlage von Songtsenling mit den umgebenden Tälern





Wandmalerei in einem der Tempel von Songtsenling



Im Inneren einer der Tempel von Songtsenling




Wandmalerei in einem der Tempel von Songtsenling





Projekt der Klosteranlage von Songtsenling - wahrscheinlich von offizieller chinesischer Seite als Konkurrenz zu Lhasa und dem Potala gedacht



Yak in einem der Täler hinter der Klosteranlage von Songtsenling



Die sinisierte Altstadt von Shangri-la



Hinter dem Berg mit den Gebetsfahnen blickt man auf die Ausläufer der Großstadt



Friday, August 10, 2012

FreitagsGedichte



Vom Ende

Der Himmel war blau
Blau geschlagen
Bald würde er grün sein
Oder bluten

Der sterbende Himmel
Ein Schwarz ohne Sterne

Und niemand
Dies zu sehen


EntlangTasten

An den Kanten des Lichts
EntlangTasten
Die erStickten Schreie von
Treulosigkeit, Hass, Irrtum

Die Blätter vom vergangenen Jahr
Vermodernd
Du trittst auf VorGefallenenes

Breite Wege
In der Dunkelheit der Seele
Nur schmale Pfade
Am AbGrund


Tango

Tango im TrauerSchritt
Der schwarzen Witwen
Schwanken nach dem Gelage
Schwinken, schwank, geschwunken

Der PillenDrehKäfer
Vom Baum gefallen

Die Männer, die tranken
Vom Stuhl gefallen

Trinken, trank, getrunken
Tango, Tango, Tango
Und das GrabPflegeGeld

Thursday, August 9, 2012

Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren, sowie weitere


Ich wollte gerade den folgenden Text empfehlen:

Hier ist nur der Link auf Informationen, die ich zum Thema Fettsäuren zusammengetragen habe und anderswo, nämlich bein VEBU (Vegetarier-Bund), veröffentlicht habe:
hatetepe://www.vebu.de/gesundheit/vitamine-a-naehrstoffe/324-essentielle-fettsaeuren-omega 
Folgende Themen werden angesprochen:
Omega-3-, 6-, und 9-Fettsäuren
Linolsäure im Übermaß
Arachidonsäure und Eicosapentaensäure
Transfettsäuren aus Margarine
Nahrungsergänzungsmittel

25.12.2012
Ich lese gerade interessante Informationen zu Omega-3- (hier alpha-Linolensäure) und Omega-6 Fettsäuren (hier Linolsäure). Bei der Nahrungsaufnahme sollte das Verhältnis 1:5 betragen. Leinöl: 4:1, Rapsöl (Canola) 1:2, Sojaöl 1:6, Sonnenblumenöl 1:120, Distelöl 1:157.

Ich hatte damals nur auf den Text von mir verlinkt, aber der Link funktioniert nicht mehr, aber da stand:

Die Darstellung von Zusammenhängen der Nahrungsfette wird durch die verschiedenen Einteilungen, die gewisse Eigenschaften in den Vordergrund stellen, erschwert. Ein dieser Einteilungen ist die in gesättigte, einfach ungesättigte und mehrfach ungesättigte Fettsäuren. Es handelt sich um eine chemische Einteilung nach der Anzahl der sogenannten Doppelbindungen. Grob gesagt, je mehr Doppelbindungen eine Fettsäure aufweist, desto flüssiger ist sie. Gesättigte Fettsäuren sind bei Zimmertemperatur fest, z.B. Schmalz, Bratfett oder das Fett in der Schokolade. Ein weitere Einteilung ist die nach der Stellung der Doppelbindung, die omega-3-, omega-6- und omega-9-Fettsäuren. Die omega-3 und omega-6-Fettsäuren sind essentiell für den Menschen. Die Ölsäure (kommt z.B. im Olivenöl vor) als Vertreter der omega-9-Fettsäuren ist nicht essentiell, weist aber günstige Eigenschaften auf, da z.B. ein erhöhter Cholesterinspiegel günstig beeinflusst werden kann.
Zu den omega-6-Fettsäuren gehören die Linolsäure und die Arachidonsäure. Beide braucht der Körper, aber Linolsäure ist in pflanzlicher Kost bereits im Übermaß vorhanden und die Arachidonsäure kann der Körper aus ihr herstellen. Die Arachidonsäure ist besonders in Fleisch bzw. Tierfetten, wie Schmalz, vorhanden. Die Arachidonsäure ist wichtig als Vorläufer von Prostaglandinen der Serie 2, die z.B. die Verklebung von Blutplättchen fördern, über die Niere Salz im Körper zurückhalten, Entzündung vermitteln usw. Medikamente wie Aspirin (NSAR) hemmen das Enzym, das die Umwandlung der Arachidonsäure in Prostaglandine bewirkt (Zyklooxygenase).
Zu den omega-3-Fettsäuren gehören die alpha-Linolensäure sowie die Eicosapentaensäure und Docosahexaensäure, die der Körper aus der alpha-Linolensäure herstellen kann. Aus der Eicosapentaensäure entstehen Prostaglandine der Serie 3, die selbst nicht so wichtig sind, aber dadurch wird die Produktion der bei Krankheiten unerwünschten Prostaglandine der Serie 2 behindert, denn Arachidonsäure und Eicosapentaensäure konkurrieren um dieselben Enzyme. Eicosapentaensäure und Docosahexaensäure finden sich besonders in Nervenzellen, an Synapsen, Retina, den Nebennieren und Keimdrüsen, also biochemisch sehr aktiven Geweben (Stichworte Umwandlung von Energie, Elektronentranfer).
Nun könnte man meinen, es wäre gut sich nur von essentiellen Fettsäuren zu ernähren, aber das ist falsch. Wenn der Bedarf erfüllt ist, zieht ein Zuviel Probleme nach sich, z.B. durch die Schwächung des Immunsystems oder die vermehrte Produktion von freien Radikalen, die im Übermaß vielfältige Schäden anrichten können, andererseits unter Kontrolle auch lebenswichtige Aufgaben haben. Ab einem bestimmten Mass müssen deshalb auch nicht essentielle ungesättigte und ggf. auch gesättigte Fettsäuren eingesetzt werden.
Ein hohes Angebot an nicht essentiellen ungesättigten Fettsäuren, führt dazu, dass nach Einbau in die Zellmembranen auch mehr Cholesterin in die Zellwand eingebaut wird, so dass der Cholesterinspiegel im Serum abfällt.
In die Diskussion geraten sich auch die Transfettsäuren, auch dies ist eine Einteilung nach einer Eigenschaft, nämlich der räumlichen Anordnung des Fettsäuremoleküls (cis- und trans-Stellung). Die Transfettsäuren, die mengenmäßig für die Ernährung von Bedeutung sind, stammen aus Margarine und Backfetten (also gehärteten Fetten). Bei der Hydrogenisierung werden die Fette mit einem Nickelkatalysator gemischt, einer Temperatur von 140-225°C und dann bei Überdruck Wasserstoff ausgesetzt. Giftige Substanzen können bei der o.g. Fetthärtung entstehen, wie zum Beispiel unnatürliche Fragmente von Fettsäuren. Außerdem geht Nickel vom Katalysator mit in das Endprodukt und kann Allergien auslösen. Bei zu hoher Hitze (Rauchpunkt überschritten) entstehen auch im Haushalt aus Fetten krebserregende Substanzen wie Benzol, Acrolein, Formaldehyd und weitere. Weitere Quellen sind jedoch auch Milchfett und Milchprodukte, da bei der bakteriellen Zersetzung im Pansen auch Transfettsäuren entstehen – auch ein Grund, warum Kuhmilch nichts für Babys ist, sie enthält zu wenig essentielle Fettsäuren.
Wenn man jemandem das sehr heiße Anbraten nicht ausreden kann, sollte man eher gesättigte Fettsäuren empfehlen, also Palm- oder Kokosfett, da diese nicht die bereits oben erwähnten unnatürlichen Fettsäurebruchstücke, Transfettsäuren etc. aufweisen. Jemandem, der nur vorsichtig andünsten will, kann man Olivenöl oder z.B. Rapsöl empfehlen.
Der Bedarf von Fetten ist ganz verschieden, für den Bevölkerungsdurchschnitt, der mit Übergewicht und vielleicht auch erhöhtem Cholesterin zu kämpfen hat, sind 30-35% zu viel. Hier kann eine radikale Reduktion und Beschränkung auf die Zufuhr essentieller Fettsäuren hilfreich sein.
Nahrungsergänzungsmittel können zwar aus Naturprodukten stammen, sind dann aber ein Präparat und nicht mehr natürlich zu nennen. In den USA gibt es bereits 29000 dieser Präparate. Medikamente müssen aufwendig geprüft werden und sind dann immer noch nicht 100% sicher, eine solche Prüfung entfällt aber bei Nahrungsergänzungsmitteln. Mit einer vollwertigen Ernährung haben sie eindeutig nichts zu tun. Die Ungefährlichkeit wird aus dem Wort „natürlich“ geschöpft. Überdosierungen von Vitaminen sind häufig. Eine erhöhte Krebsrate bei Menschen, die sich hoch dosiert Vitamin E zuführten, ging kürzlich durch die Presse. (2005)

Es gibt übrigens einen sehr gut gestalteten Text auf der VEBU-Seite: https://vebu.de/fitness-gesundheit/naehrstoffe/omega-3-fettsaeuren-in-pflanzlichen-lebensmittel/